Versand und Logistik
Saisonzuschlag bei den Kurierdiensten
13. November 2022

Der Saisonzuschlag in der Vorweihnachtszeit kann den Transportpreis erheblich erhöhen. Was Sie darüber wissen müssen.
Schreckgespenst oder Chance? Jedes Jahr um diese Zeit erreicht uns (nicht nur) von unseren E-Shop-Betreibern die Frage, ob diese Kuriere das ernst meinen, wie sie es im E-Shop mit den erhöhten Kosten schaffen sollen und was die Kunden dazu sagen – ob sie kaufen oder wegen des höheren Portos abspringen. Unser Geschäftsführer Tomáš hat das Thema Saisonzuschlag aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und einige Beobachtungen dazu aufgeschrieben, wie man damit am besten umgeht.
Die Saison steht vor der Tür, und viele sind nach den diesjährigen Rückgängen gespannt, wie sie ausfällt. Die Kosten steigen allen, und die Verkäufe sind unsicher. Zu alledem kommt bei den Versanddienstleistern in dieser Zeit noch der Saisonzuschlag hinzu. Auch wenn jeder von ihnen individuell, in unterschiedlichen Zeiträumen und in unterschiedlicher Höhe damit umgeht, ob er ihn erhebt oder nicht, betrifft er große wie kleine E-Shops.
Welche Möglichkeiten gibt es?
1) Die gesamte Erhöhung auf eigene Kosten tragen.
2) Einen Teil in den Versandpreis übertragen und einen Teil selbst tragen.
3) Die Erhöhung im Warenpreis verstecken.
4) Die Erhöhung entweder vollständig oder teilweise in Form eines separaten Zuschlags an den Kunden weitergeben.
5) Den Versanddienstleister durch einen ersetzen, der gar keinen oder einen geringeren Saisonzuschlag berechnet.
Die vierte Möglichkeit nutzen nach meiner Erfahrung die wenigsten E-Shop-Betreiber. Das ist schade. Diese Möglichkeit hat nämlich mehrere Vorteile:
- Sie müssen nichts von Ihrer Marge abzwacken oder, wenn doch, dann nur teilweise.
- Sie müssen sich nicht mit der Einführung eines neuen Versanddienstleisters befassen (was ebenfalls Kosten sind) und abwarten, ob er die Saison genauso gut meistert wie Ihr aktueller. Käufer erleben gerade zu Weihnachten die Zustellung ihrer Sendungen besonders sensibel.
- Wenn Sie den Käufern einfach und verständlich erklären, dass es sich um einen separaten, zeitlich begrenzten Zuschlag handelt, der Qualität, Zuverlässigkeit und Schnelligkeit der Zustellung ihrer Bestellung sichern soll, können Sie damit ihr Vertrauen und ihre Motivation steigern, die Bestellung trotz eines kleinen Zuschlags abzuschließen.
- Zahlreiche E-Shops nutzen diese Methode nur in anderem Zusammenhang. Zum Beispiel als Zuschlag für eine verlängerte Garantie, die Möglichkeit, Ware später nach dem Kauf zurückzugeben, einen Beitrag zu ökologischer Verpackung, zur Pflanzung von Bäumen und Ähnlichem.
Mit offener Kommunikation gewinnen Sie das Vertrauen der Kunden und bauen trotz des zusätzlichen Zuschlags die Beziehung zu Ihrem Versanddienstleister aus.
Wir behaupten nicht, dass wir von dem Zuschlag begeistert wären. Niemand zahlt schließlich gern mehr. Andererseits: Wenn die höhere Gebühr begründet ist und Qualität in die logistisch anspruchsvolle Weihnachtszeit bringt, in der jeder sie als Standard erwartet, ist das für uns durchaus in Ordnung und akzeptabel.
Wie nehmen Sie den Saisonzuschlag wahr? Teilen Sie Ihre Erfahrung in den Kommentaren auf unseren sozialen Netzwerken – ob als E-Shop-Betreiber, der sich mit dem Saisonzuschlag herumschlägt, oder als Käufer in E-Shops, der für den Transport zahlt. Ihre Erfahrung kann anderen helfen :)